Archiv der Kategorie 'Antifaschismus'

Kommunique zur Auflösung

Wir, die Antifa Odenwald, lösen uns, über zweieinhalb Jahre nach unserer Gründung, auf. Zu diesem Schritt haben wir uns entschlossen, da wir die autonome Gruppe nicht mehr als geeignete Organisationsform sehen um unsere Ziele, die Überwindung des Kapitalismus, sowie den Kampf gegen faschistische Ideologien, wirkungsvoll umzusetzen. Dafür bedarf es eines revolutionären Verbandes, der sich nicht nur auf den Odenwald beschränkt, sondern bundesweit agieren kann. Viele von uns sehen die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) als den dafür am besten geeigneten Jugendverband an.

Der Kampf gegen faschistische Ideologien ist nicht nur ein Kampf revolutionärer AntikapitalistInnen, sondern auch der Kampf engagierter DemokratInnen. Als breites Bündnis, das sich sehr erfolgreich gegen jegliche Formen von Rassismus engagiert, existiert bereits Odenwald gegen Rechts. Dieses Bündnis gilt es zu stärken.

Die Arbeit von autonomen Gruppen endet meist vor dem Werkstor oder dem Schuleingang. Eine solche Verkürzung, die den Lebensmittelpunkt unserer GenossInnen ausblendet, beraubt uns allerdings wichtiger Aktionsformen, zusammen mit unseren MitschülerInnen und KollegInnen. Ob in der direkten Diskussion oder beim gemeinsamen Kampf um unsere Interessen, von der Auseinandersetzung mit RassistInnen bis hin zum Streik. Wir sehen die Gewerkschaftsjugenden und SchülerInnenvertretungen als notwendige Organisation der Jugend, um ihre Interessen gemeinsam zu artikulieren und zu erkämpfen. Auch hier werden wir uns verstärkt einbringen.

Die Auflösung stellt also weder eine Spaltung noch einen Rückzug ins Private dar, sondern eine Umstrukturierung, die unsere Handlungsfähigkeit verbessert, uns über die Region hinaus bestens vernetzt, unsere Arbeit vor Ort auf mehr Schultern verteilt und uns besser auf die bevorstehenden Klassenkämpfe vorbereitet. Der logische Schritt aus der Autonomie führt in die revolutionäre Organisation und in die Bündnisse vor Ort.

Die Antifa Odenwald ist somit aufgelöst aber:
Der Kampf geht weiter!
Gegen menschenverachtende Ideologien und kapitalistische Verhältnisse!
Für Demokratie und Sozialismus!
Für die soziale Revolution!

1. Mai 2012 in Mannheim

Die NPD plant am 1. Mai 2012 zwei zusammenhängende Demonstrationen: morgens in Speyer, mittags in Mannheim. Die rassistische Hetzveranstaltung werden wir nicht unwidersprochen lassen. Wir rufen dazu auf, den Naziaufmarsch zu verhindern!

Alle Infos dazu findet ihr hier.

Schickt für die gemeinsame Anreise aus dem Odenwald eine kurze Mail an antifa_odw[at]yahoo.de

Sinsheim: Nazi-Kundgebung am 10.3. verhindern!

Für den 10. März 2012 (15 Uhr) ruft die Neonazi-Gruppierung „Freie Nationalisten Kraichgau“ zu einer so genannten Mahnwache in Sinsheim auf.
Zu der Kundgebung, die der NPD-Funktionär Sebastian Fluder aus Ilvesheim angemeldet hat, wird mit dem NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel auch rechte Polit-“Prominenz“ anreisen.
Neben dem Kreisvorsitzenden der Nazi-Partei NPD Jan Jaeschke aus Weinheim soll auch Daniel Knebel, stellvertretender NPD-Vorsitzender aus Hessen, sprechen. Des Weiteren ist mit dem baden-württembergischen NPD-Funktionär Alexander Neidlein ein Kroatien-Söldner und verurteilter Posträuber angekündigt.

Diese „Mahnwache“ der FaschistInnen knüpft an die Demonstration im Juli 2009 in Mauer sowie die Kundgebungen 2010 und 2011 in Sinsheim an. Mit dem Thema „Kindesmissbrauch“, das populistisch verdreht und mit rechter Ideologie unterfüttert wird, wollen die braunen Rattenfänger erneut Teile der Bevölkerung für ihr menschenverachtendes Gedankengut gewinnen.
Lassen wir das nicht zu!

Der Feind steht rechts!
Neonazis – gleich welcher Ausprägung – haben immer nur ein Ziel: den Aufbau einer Gesellschaft, die auf rassistischer Ausgrenzung, Verfolgung politischer Gegner, Staatsterror und dem Prinzip der so genannten Volksgemeinschaft beruht. Also auf einem System, dass einer solidarischen, freien, menschlichen und offenen Gesellschaft vollkommen entgegensteht.
Linke AntifaschistInnen, die leider oftmals das Ziel vollkommen haltloser Angriffe seitens bürgerlicher Kreise sind, stehen im Gegensatz dazu für eine weltoffene, solidarische und freie Gesellschaft.

Und nun?
Am 18. September 2010 konnte ein Aufmarsch der Nazis im Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim verhindert werden – die Gegenaktionen waren schließlich von oben verordnet gewesen. Nicht nur Sinsheims Oberbürgermeister Geinert und Hoffenheims Ortsvorsteher Hess hatten dazu aufgerufen; auch der Bundesliga-Verein TSG 1899 Hoffenheim positionierte sich gegen den Aufmarsch – wenn auch diffus „gegen Extremismus“ und nicht gegen Nazis und RassistInnen.

Die Polizeiführung ebenso wie der Oberbürgermeister wussten an diesem Tag ganz genau, hätten sie es mit juristisch erfahrenen Nazis zu tun gehabt, dann wären diese auch durch Hoffenheim gelaufen.
Die Absprachen, die von der Stadt mit der Polizei getroffen wurden, waren sicherlich nicht gesetzeskonform, und die Polizei hätte – in ihrer Funktion als „Wahrerin der Demonstrationsfreiheit“ – den Weg für die angemeldete Demonstration der Nazis freimachen müssen.

Genau das ist bei den nächsten beiden Aktionen der rechten Szene in Sinsheim passiert. Die Verwaltung hatte kalte Füße bekommen – es gab keinen offiziellen Aufruf, gegen die Nazis vorzugehen oder einen Aufmarsch gar zu blockieren. Absprachen mit der Polizei konnten – wohl aus Angst vor juristischen Konsequenzen – ebenfalls nicht getroffen werden.

Der letzte Aufmarsch der „Freien Nationalisten Kraichgau“ am 27. November 2010 konnte demzufolge stattfinden – jedoch unter massiven Protesten von AntifaschistInnen und einzelner BürgerInnen Sinsheims. Rund 30 FaschistInnen liefen durch Hoffenheim und skandierten ihre menschenverachtenden Parolen.

Im März 2011 hielten die Nazis dann – mit Unterstützung zahlreicher Rechter aus anderen Regionen – auf dem Sinsheimer Burgplatz nahezu ungestört eine Kundgebung ab. Wieder wurden sie geschützt von einem massiven Polizeiaufgebot.

Gemeinsam gegen Nazis!
Alle, die sich gegen die menschenverachtende, rassistische und rückwärtsgewandte Ideologie der Nazis stellen wollen, müssen zusammen an einem Strang ziehen, um Kundgebungen und Demonstrationen der FaschistInnen wie diese am 10. März für die Nazis unberechenbar und letztlich unmöglich zu machen.

Gerade die Morde der Nazi-Terrorzelle müssten im Grunde jedem vor Augen führen, dass es Ziel aller demokratischen und fortschrittlichen Kräfte sein muss, gegen FaschistInnen jeglicher Couleur konsequent vorzugehen – sie zu bekämpfen, so lange das möglich ist.

Wir als AntifaschistInnen und Linke werden am 10. März vor Ort sein, um engagierte BürgerInnen Sinsheims in ihrem Engagement gegen die rechten Rattenfänger zu unterstützen.

Den Nazis keinen Fußbreit! Es gibt kein ruhiges Hinterland!

(Quelle: Antifaschistische Initiative Heidelberg)

Dresden Nazifrei 2012

Fahrt zu den Massenblockaden nach Dresden

Auch in diesem Jahr heißt es im Februar: „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer!“. Und nicht nur Dresden – denn wir alle sind wieder gefragt zum Gelingen der Massenblockaden gegen den Naziaufmarsch beizutragen. Wir überlassen den Nazis keinen Meter Straße. Wir blockieren ihren Aufmarsch auch 2012 – Bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!

Dieses Jahr werden an zwei Tagen Aufmärsche stattfinden. Am 13.02. wird es einen Trauermarsch geben, zu dem die Nazis derzeit gezielt mobilisieren. Wir rechnen an diesem Tag mit bis zu 2000 Nazis, die es aufzuhalten gilt. Eine europaweite Mobilisierung zu einem großen Aufmarsch am auf den Trauermarsch folgenden Samstag bleibt dieses Jahr scheinbar aus, was sicherlich auch auf die erfolgreichen Blockaden der vergangenen zwei Jahre zurückzuführen ist. Wir rechnen dennoch damit, dass aktionsorientierte Nazis am 18. Februar nach Dresden reisen werden, denen es entgegenzutreten gilt. Seitens des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ ist für den 18. Februar zudem eine Großdemonstration gegen staatliche Repression und die Kriminalisierung von Antifaschist*innen geplant. Die Fahrt nach Dresden lohnt somit auch in jedem Fall am 13. und 18. Februar 2012!

Die genauen Uhrzeit der Abfahrt am Darmstadium wird an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Abfahrt

Darmstadium,

13., 4:30 morgens / früher Morgen des 18.

Rückfahrt

Dresden,

Nacht des 13. / Abend des 18.

Verkaufsstellen

AStA TU Darmstadt

AStA Hochschule Darmstadt

DGB Jugend-Büro im DGB-Haus Darmstadt

Fahrpreis nach Selbsteinschätzung

5€ / 10€ / 15€ (Solidarpreis je nach Möglichkeit)

Quelle: Antifareferat im AStA der TU Darmstadt

Weitere Infos: Dresden Nazifrei

Auf zum Liebknecht – Luxemburg Wochenende 2012

LLL-Demo

Vor 92 Jahren schlug die SPD mithilfe von Freikorp-Faschisten die Novemberrevolution nieder, die das Kaiserreich stürzte, den Weltkrieg beendete und grundlegende Rechte für die Arbeiterklasse wie das allgemeine Wahlrecht, die Gleichstellung der Frau, den 8-Stunden-Arbeitstag oder die Betriebsräte erkämpfte. Die SPD stellte sich damit auf die Seite des Kapitals und paktierte, um die Unterdrückung der Arbeiterklasse aufrecht zu erhalten, mit den Nazis. Der Jahrestag der Ermordung der Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands und Vorkämpfer für Demokratie und Sozialismus, wird deshalb zum Anlass genommen um die Überwindung des Kapitalismus zu fordern.
Auch dieses Jahr werden wieder über Zehntausend Demonstranten in Berlin erwartet.
Die Antifa Odenwald wird mit der SDAJ nach Berlin fahren und Unterstützt den gemeinsamen Aufruf von ALB, SDAJ und ARAB.

Auf nach Berlin!
Für die soziale Revolution!

Unbeirrbar gegen den Nazi-Terror

Vortrag von Wolfgang Stapp
am Montag, den 19. September,
um 19.00 Uhr
im Bürgersaal in Neustadt

Mit seinem Vortrag gedenkt der Heimathistoriker Wolfgang Stapp in Wort und Bild der Neustädter Antifaschisten, die aktiv gegen das Terrorregime der Nazis Widerstand leisteten.

Ausführlich wird der Referent das Geschehen aufdecken und die Aktivitäten der kommunistischen Widerständler detailliert beschreiben und würdigen. Referent und Veranstalter versprechen sorgfältig recherchierte und packend präsentierte Heimatgeschichte, die auch über die Grenzen Breubergs hinaus Interesse finden sollte.

Veranstalter: Stadt Breuberg, DGB Ortsverband Unterzent, NaturFreunde Bad König, Odenwald gegen Rechts

Quelle: Odenwald gegen Rechts

Leserbrief: Paul-Zander-Straße

Folgender Leserbrief des Historikers Wolfgang Stapp wurde vom ECHO nicht abgedruckt.

Obwohl ich kein Einwohner von Bad König bin, möchte ich mich zur Diskussion um die Umbenennung der Paul-Zander-Straße in Bad König äußern. Ich tue dies als Historiker, der seit 25 Jahren eigene Forschungen zur NS-Geschichte durchführt und diese in zahlreichen Publikationen wie auch Vortragsveranstaltungen veröffentlicht. Seit geraumer zeit beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema „Widerstand und Verfolgung im Odenwaldkreis“. Gegen Ende dieses Jahres wird im „gelurt“, dem Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte, zu lesen sein, was in dieser Hinsicht in Bad König (inkl. Ortsteile) und Brombachtal geschehen ist.
Meine bisherigen Forschungen förderten Grauenvolles zu Tage. Das Terrorsystem des Nazi-Faschismus hat auch hier in unserer Heimat JEDEN, den es als Gegner ansah, tyrannisiert. Konkret: Verurteilungen zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen durch eine gleichgeschaltete Justiz, die Willkür zum „Recht“ erhob; „Schutzhaft“, also Inhaftierung ohne juristische Grundlage, ohne Gerichtsverfahren und -urteil in Gestapogefängnissen mit ihren Folterkerkern, in Straf-, Moor- und Konzentrationslagern. Einige Odenwälder – wenn auch keine Königer – starben in Dachau, einer wurde aus politischen Gründen für verrückt erklärt, zwangssterilisiert und in der Tötungsanstalt Hadamar vergast. Eine Vielzahl von Menschen, die wegen geistiger Behinderung oder Nervenkrankheiten als „lebensunwertes Leben“ bezeichnet wurden, erlitten das Gleiche. Die beiden ersten Nachkriegsbürgermeister von Bad König, Philipp Jakob Hofmann und Peter Kunkelmann, waren, wenn auch nur kurz, in „Schutzhaft“. Ihr Zeller Amtskollege Georg Grasmück war im KZ und monatelang in Gefängnissen und Zuchthäusern.
Prof. Zander konnte davon nichts wissen, weil er damals in Darmstadt tätig war. Doch dort geschah Ähnliches – und dies gehäuft. Ich frage rhetorisch: Wusste er von alldem nichts? Jeder wusste von den Folterkellern der Gestapo im Rundeturm-Gefängnis und im Biergarten. Jeder wusste von Osthofen, Dachau und den Moorlagern. Jeder bekam mit, dass ab 1933 politische Gegner der Nazis, später Juden, sogenannte „Zigeuner“, geistig Behinderte für immer verschwanden. Vielleicht WOLLTE Zander davon nichts wissen, aber mit Sicherheit hat der „Gutmensch“ davon gehört. Dennoch sprach er noch am 27.4.1945 von seiner „Liebe zur Persönlichkeit Adolf Hitlers“.
Ich frage weiter, diesmal nicht rhetorisch: Wissen die Anwohner der Zander-Straße, wissen die Einwohner von Bad König von diesen Fakten? Oder wollen auch sie davon nichts hören und wissen? Oder ist es ihnen egal. Die drei Affen lassen grüßen!
Zander wurde durch die Straßenbenennung geehrt – aus damaliger Sicht zweifellos zu Recht. Niemand bezweifelt, dass er ein begnadeter Arzt war. Dass der Nachkriegsbürgermeister Hofmann dem Arzt Zander hier sein segensreiches Wirken ermöglichte, ist in Ordnung. Doch darum geht es hier und heute nicht.
Ich frage die Stadtverordneten, Magistratsmitglieder und den Herrn Bürgermeister: Hätten Sie persönlich die Straße nach dem „verblendeten Phantasten“ benannt, wenn Sie damals an der Entscheidung beteiligt gewesen wären und von seiner Rede und Hitlerverehrung gewusst hätten? Wenn „Nein“, dann sollten sie heute die notwendige Konsequenz ziehen. Den Schwarzen Peter an die Bevölkerung weiterzugeben, wäre in diesem Fall feiger Populismus.
In Ihrem Kommentar zum Thema warnt Silke Rummel „vor einer voreiligen und womöglich ideologisch motivierten Entscheidung“ und davor „es sich bei Paul Zander […] zu einfach [zu machen], die Straße umzubenennen“. Diese Argumentation ist für mich nicht nachvollziehbar. Engagement gegen den Faschismus, nicht nur in Sonntagsreden sondern auch mit Taten, beruht nicht auf Ideologie, sondern auf einer der wissenschaftlich am fundiertesten begründeten Erkenntnis der Geschichte, auf Faktenwissen, das leider in einem Großteil der Bevölkerung fehlt. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Dr. Zander war Sympathisant und Propagandist des größten Verbrechers der Weltgeschichte und seiner kriminellen Vereinigung. Äußerte sich heute jemand zur RAF oder zu den Taliban wie er zu Hitler, griffe der Verfassungsschutz und die Staatsanwaltschaft zu. Bad König darf diesen Menschen nicht weiterhin ehren. Dies wäre ein Schlag in das Gesicht aller Opfer des Naziregimes.
Wolfgang Stapp, Ziegelhüttenweg 36, 64739 Höchst

Dortmund Nazifrei 2011

dortmund2011

Auch dieses Jahr organisiert die Antifa Odenwald wieder, gemeinsam mit der SDAJ, die Fahrt zur Blockade des Naziaufmarschs in Dortmund, am 3. September.

Anfragen zur Mitfahrt bitte an die bekannte Adresse antifa_odw[at]yahoo.de senden.

Weitere Infos zu den Blockaden gibts bei Dortmund stellt sich quer.

Gießen Nazifrei!

Am 16. Juli 2011 will die hessische NPD gemeinsam mit den Jungen
Nationaldemokraten (JN), unterstützt von „Freien Kräften“, eine
Demonstration in Gießen durchführen. Wir werden uns diesem
Aufmarsch mit friedlichen Massenblockaden entgegenstellen.
Zuletzt unternahmen die Faschisten 1971 in Giessen den Versuch, einen
Aufmarsch durchzuführen. Dieser konnte vor 40 Jahren verhindert
werden. Seither gelang es keiner Neonazigruppierung ungestört
Veranstaltungen im Gießener Stadtgebiet abzuhalten. Welche Folgen
hingegen das Gelingen einer Neonazidemonstration haben kann, zeigt
das Beispiel Wetzlar: Nachdem dort im Oktober 2008 rund 350
Neonazis nahezu ungehindert marschieren konnten, folgte in der Region
eine massive Stärkung der rechten Szene.
Erfolglos versucht die NPD seit mehreren Jahren in Gießen Fuß zu
fassen. Mit der Organisation der Demonstration in Kooperation mit den
„Freien Kräften“ zielt die NPD darauf ab, lokale Strukturen zu stärken
und zu reorganisieren – das wollen wir entschlossen verhindern!

Mehr Informationen:
suedhessenbus.blogsport.de
Anmeldungen an
suedhessenbus@yahoo.de

Abfahrtorte/Abfahrtzeiten:
- Bad König 07.00 Uhr (Bahnhofsplatz)
- Gross-Umstadt 07:30 Uhr
(Park&Ride Parkplatz Otto-Hahn-Str. in der Nähe Mc Donalds)
- Darmstadt 08:00 Uhr (DGB-Haus, Rheinstraße 50)
- Mörfelden 08.30 Uhr (Dalles-Platz)
- Offenbach 09:00 Uhr (Berliner Straße 282, Höhe Kaiserlei)

Ticketpreise

- 5 Euro für Menschen mit geringen Einkommen
- 10 Euro für Normalverdiener
- 15 Euro Solidaritätsticket

Quelle: Südhessenbus.blogsport

Veranstaltungshinweis

Widerstand gegen den Nazi-Terror in Lützelbach

Am Donnerstag, den 19. Mai, um 19.30 Uhr, findet im Clubraum der Fritz Walter Halle in Lützel-Wiebelsbach ein Vortrag mit Wolfgang Stapp (odenwälder Historiker – Gelurt u.a.) statt, bei dem es um die Widerstandskämpfer in der Gemeinde Lützelbach gegen die Terrorherrschaft der Nazis geht. Veranstalter sind die Gemeinde Lützelbach, der Heimat- und Geschichtsverein Lützelbach e.V., der DGB Ortsverband Unterzent, der DGB Kreisverband Odenwald, die NaturFreunde Odenwald und Odenwald gegen Rechts.

Anhand von historischen Quellen wird die Gewaltherrschaft der Nazidiktatur rekonstruiert und sowohl Täter als auch Opfer des faschistischen Terrors vorgestellt. 66 Jahre nach der Befreiung von dieser Tyrannei wird die Aufklärung über die Herrschaftsstrukturen des 3. Reichs immer notwendiger, denn gerade heute, wo nur noch wenige Menschen aus der Zeit leben, wird die Befreiung vom Faschismus, von Neonazigruppen, als Niederlage Deutschlands verklärt. Gerade die vielen Beispiele aus den Dörfern der Gemeinde Lützelbach zeigen das die Opfer der Tyrannei überall zu finden sind.

Wir wünschen einen informativen Abend!

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