Archiv für Juli 2010

Nazis und Staatsmacht vereint gegen AIKO

Schon seit Monaten werden die Bewohner eines anarchistischen Wohnprojekts im Kraichgau von Faschisten terrorisiert. Nächtliche Überfälle und persönliche Bedrohungen gegen die Aktivisten der Anarchistischen Initiative Kraichgau/Odenwald (AIKO) gehören mittlerweile zum Alltag. Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen und um ein Zeichen gegen den faschistischen Terror in der Region zu setzen hat die AIKO eine Demonstration in Sinsheim geplant. Diese Demonstration wurde verboten!

„Da Staatsmacht und Stadt sich nicht als hilfreich erwiesen haben, sind wir nun der Meinung, dass es Zeit ist Zivilcourage zu zeigen und in diesem Sinne zu handeln. Wir haben keinen Bock mehr das irgendwer angemacht wird. Wir haben die Schnauze voll von irgendwelchen Angriffen. Wir wollen dass dieses Gedankengut endlich verschwindet und sind bereit alles dafür zu tun. DANCH GEHT ES WEITER !!! NAZIS VERBANNEN !!! GEGEN DAS TOTSCHWEIGEN VON STADT UND STAAT !!! BILDET BANDEN – KRAICHGAU NAZIFREI !!!“

Diesen unmissverständlichen Hilferuf der Opfer des faschistischen Terrors nahm die Staatsmacht als Anlass um die Anmelder der Demonstration als „Gewaltbereite“ zu diffamieren und die Demonstration zu verbieten. Staat und Faschisten arbeiten hier Hand in Hand um jegliche demokratischen Bestrebungen im Kraichgau auszumerzen.
Die Antifa Odenwald erklärt ihre volle Solidarität mit den GenossInnen der AIKO!
Wir fordern die Einhaltung der Menschenrechte auch im Kraichgau, insbesondere der Rechte auf Versammlungsfreiheit, Unverletzbarkeit der Wohnung und Meinungsfreiheit!
Die BRD brüstet sich damit diese Rechte nach Afghanistan zu bomben, hält sie aber im eigenen Land nicht ein.
Die Antifa Odenwald fordert:
Demokratie statt Polizeistaat und Totalüberwachung!
Dem Faschismus den Nährboden entziehen!
Für den Kommunismus!

DEMONSTRATION AM 24.Juli 2010 in Sinsheim

KRAICHGAU NAZIFREI – Gegen das Totschweigen von Stadt und Staat

DER AUFRUF

Liebe FreundInnen und GenossInnen

NAZIAKTIVITÄTEN

In den letzten Wochen kam es immer wieder zu Angriffen von Neonazis auf ein anarchistisches Wohnprojekt in Helmstadt-Bargen. Die Nazis schmissen Steine und riefen Parolen wie ´´Antifa verrecke´´. Dies sind nicht die ersten Angriffe gewesen und werden vermutlich auch nicht die letzten gewesen sein. Am 12.03.10 gab es in Sinsheim eine Nazikundgebung unter dem Leitspruch „Todesstrafe für Kinderschänder“, diese wurde von der NPD und der Kameradschaft Zweibrücken organisiert und durchgeführt.
Zudem ist es praktischer Alltag Naziaufkleber zu entfernen und in Bussen oder auf der Straße mit anzuhören wie Leute über Rassismus lachen.

DIE NAZIS IM KRAICHGAU

Dass sich in Sinsheim mit Rechtsrock auch gut Geschäfte machen lassen, beweist der „Asgard-Versand“ aus Sinsheim-Hoffenheim. Bereits seit 1997 betreibt der Skinhead Michael Schill den Internet-Versand völlig ungestört. Der langjährige Nazi-Aktivist und Kampfhund-Besitzer Schill gehörte Ende der 1980er Jahre zwei „Wehrsportgruppen“ im Kraichgau an. Im Zuge von Hausdurchsuchungen im Herbst 1989 wurden bei ihm zahlreiche Waffen, u.a. eine Panzerfaust, mehrere Gewehre und eine Handgranate, sowie Propagandamaterial beschlagnahmt. Anfang der 1990er Jahre unterhielt Schill das Postfach der Nazi-Gruppierung „Nordische Jugend“ (NJ). Die NJ war eine neonazistische Jugendgruppe, in der sich vor allem rechte Skinheads aus dem Kraichgau organisiert hatten und die eng mit anderen Nazi-Gruppierungen der Rhein-Neckar-Region zusammenarbeitete. Michael Schill ist Mitglied der Skinhead-Truppe „Furchtlos und Treu“, einer Nachfolgeorganisation des im Jahr 2000 in der BRD verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerks. Zudem unterstützt er die rechte Szene nach eigenen Angaben durch Sach- und andere Spenden sowie durch die Teilnahme an Demonstrationen und Konzerten. Kontakte unterhält der Hoffenheimer zu zahlreichen Kadern aus NPD, freien Kameradschaften und Rechtsrock-Szene, wie z.B. dem Kameradschaftsführer und Betreiber des rechten Internet-Versands „Chaos Crew Records“, Pablo Allgeier aus dem Karlsruher Raum.
Ein weiterer ist Albert Baumgärtner. Der Augenarzt aus Sinsheim ist NPD-Mitglied und kandidierte 2006 bei den Landtagswahlen in Baden Württemberg und tat dies auch 2009 bei den Bundestagswahlen. Er ist seit vielen Jahren aktiv.

STADT, STAAT UND POLIZEI

Der Sinsheimer Oberbürgermeister Rolf Geinert hat seine Haltung nicht geändert. Bei einem Fest der Befreiung am 8. Mai das vom Bündnis für Toleranz organisiert wurde sagte er zwar etwas davon das man „den Nazis den Nährboden nehmen müsste“ aber das es in Sinsheim Nazis gibt oder wie das den aussieht wenn man Nazis den Nährboden nimmt dazu kam kein Wort. Zudem ist es irgendwie seltsam wenn sich jemand gegen Faschismus ausspricht,der zwei Monate zuvor einer NPD-Demo den Weg geebnet hat und auch noch dafür gesorgt hat das aktionsorientierte Antifaschisten nichts davon erfuhren. Also nach wie vor versucht die Stadt alles unter den Teppich zu kehren was auch nur im entferntesten damit zu tun hat das Nazis auch nur da sind geschweige den sie zu bekämpfen.
Die Polizei hat sich eine andere aber ähnliche Methode angeeignet herunter spielen und
zuschauen.Sie finden es nicht schlimm wenn ein Lager der mittlerweile verbotenen HDJ stattfinden weil ja niemand aus der Umgebung dabei gewesen sei.Zudem kontrollieren sie gezielt MigrantInnen und zeigen damit nur eins, nämlich das Nazis in den Augen des Staates gar nicht so schlimm sind wie den auch wenn dieser die gleichen Methoden benutzt.

DAS RESULTAT

Da Staatsmacht und Stadt sich nicht als hilfreich erwiesen haben, sind wir nun der Meinung, dass es Zeit ist Zivilcourage zu zeigen und in diesem Sinne zu handeln. Wir haben keinen Bock mehr das irgendwer angemacht wird.
Wir haben die Schnauze voll von irgendwelchen Angriffen.
Wir wollen dass dieses Gedankengut endlich verschwindet und sind bereit alles dafür zu tun.

KOMMT ZUR DEMO AM 24. JULI !!!
DANCH GEHT ES WEITER !!!
NAZIS VERBANNEN !!!
GEGEN DAS TOTSCHWEIGEN VON STADT UND STAAT !!!
BILDET BANDEN – KRAICHGAU NAZIFREI !!!

Quelle:

Anarchisitische Initiative Kraichgau/Odenwald (AIKO)

Erneuter Naziangriff auf kraichgauer Wohnprojekt

Am 27.06.10 um ca. 6:00 Uhr versuchte eine Gruppe Jugendlicher in den Innenhof des Hauses einzudringen. Die Täter gingen sehr leise vor, was aber nicht verhindern konnte das ein Bewohner sie hörte. Als dieser vor die Tür trat und laut darauf aufmerksam machte das er anwesend ist ergriffen die Jugendlichen die Flucht. Es ist nicht klar was sie vorhatten aber da sie nicht auf sich aufmerksam gemacht haben wie bei den letzten Angriffen gehen wir davon aus, dass sie die Konfrontation mit den Bewohnern unbedingt vermeiden wollten. Wir stufen das ganze schon als gefährlich ein aufgrund dessen, dass wir nunmal nicht wissen was passiert wäre wenn niemand interveniert hätte.

Quelle:

Anarchisitische Initiative Kraichgau/Odenwald (AIKO)